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ITH 2015 – Mobile Sicherung
Von einem Kletterkurs im Ith vom 11. bis 13.9.15 berichten Kai Nothdurft & Nils Neumann

Am 12. September 2015 trafen sich sechs junge Menschen, um unter den professionellen Anweisungen von Patrick die mobile Sicherung beim Outdoorklettern kennenzulernen. Soweit so gut – nichts Dramatisches sollte man meinen ... wahrscheinlich!
ITH-Expedition Der erste Tag fing schon mal mehr als gut an. Sonne satt, ein leckeres Frühstück auf dem Campingplatz – nur das ältere Semester mit Nils und Kai gönnten sich eine Pension - und Motivation pur ließen die Teilnehmer eilig in die Steinbruchriffe der Lüerdisser Klippen ziehen.
Nach Sichtung der möglichen Routen ging es auch gleich los. Bandschlingen setzen, Begriffserklärung Friend, Keil, Köpfel usw.
Natürlich kamen bei den wissbegierig Lernenden schnell Fragen zur Sicherheit auf. Wie dick muss eine Sanduhr sein, damit sie einen hält? Wie tief darf oder muss der Friend sitzen, damit er seinem Namen gerecht wird? Rutscht ein Keil nicht einfach wieder raus beim Aufsteigen und entsprechendem lockeren Seil? und erst recht ein Köpfel?
Wenn wir es nicht besser wüssten, hätten wir Patrick durchaus das Talent eines Rechtsverdrehers attestiert. Mit gelungenen Satzbauten sowie Auszügen aus der Stochastik windete sich der Lehrmeister geschickt um etwaige Garantien, was der gesunde Menschenverstand auch nachvollziehen kann. So waren aber
Einschübe wie Wahrscheinlich hält das, vielleicht auch nicht, Garantie gebe ich keine , eigentlich ist das kein Problem und ein sogenannter reduzierter Optimalfall fast in jedem seiner Antwortsätze zu hören. Wir stellten schnell fest, dass wir sehr, sehr aufmerksam sein mussten, bei den folgenden Klettertouren.
Nachdem wir sämtliche 2, 3, 4 und 5er Routen geklettert waren oder es zumindest versucht hatten und dabei auch einige Keile versenkt, Köpfel gesteckt und Friends ihrem Namen Ehre machten, ging es weiter zum Mauerhakenturm.
Es ist nicht so, dass wir keine Holländer mögen, aber etwas seltsam kam es schon rüber, als diese mit gefühlten 1000-€-Sicherungsmaterial wie Friends und Keile am Klettergurt im TOPROPE die Wände hochkletterten.
ITH-Expedition Am Mauerhakenturm gab es wieder sehr schöne Routen, die wir allesamt und mit gegenseitigem Support meisterten und ein gewisser Teamgeist kam auf, so dass wir erst um 19.00 Uhr unsere Seile einpackten und uns von den Felsen verabschiedeten.
Die Nacht regnete es durch und anstelle der Teufelsküche, wurde der Zwilling unser Ziel. Wir waren mit der Routenwahl gerade fertig, da kam das orangene Unheil wieder.
Es ist ja nicht so, dass wir nicht gerne teilen, aber zwei Klettergruppen auf einer Route ist tendenziell eine zu viel. Die Holländer hat's nicht gejuckt und sie machten sich breit – zu Hause haben sie ja auch nicht so viel Platz! Nach kurzem Aufenthalt und einigen Klettereien ging's dann weiter zum nordwestlichen Buchenschluchtfels. Der ist trocken recht einfach, also 'ne 3, nass aber 'ne gefühlte 6. Hier konnten wir das Gelernte vertiefen. Gerrit Durchstieg 7- mit Überhang, Kai im Nassen vorgestiegen und alleine abgeseilt, Anna – die Handfeste 5 – Sternchenroute geschafft und abgebaut – Nils die erste 5 am Fels und Patrick hat sie alle nie aus den Augen gelassen und war stolz – Chapeau.
Gegen 15.00 Uhr setzte der Regen ein und wir machten uns dann auf den Weg Richtung Heimat.
Vielen Dank an eine sehr harmonische und kameradschaftliche Gruppe mit einem großartigen Trainer.