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Nepal: Von Kalopani nach Muktinath

Text und Fotos: Peter Keller

Vorbemerkung:
Nepal, das Sehnsuchtsland für Bergsteiger, Trekker, Aussteiger und Sinnsucher. Mit einer atemberaubenden Bergwelt (8 Achttausender) und kultureller Vielfalt, zieht das Land jährlich zahllose Touristen und Bergsteiger aus vielen Ländern in seinen Bann. Auch wir sind dieser Faszination erlegen und nach einer ersten Reise mit einem großen Reiseveranstalter, zieht es uns immer wieder dorthin.
Im Jahr 2011 war das zunächst eine kombinierte Kultur- und Trekkingreise auf der Annapurna-Runde von Pokhara zum Aussichtsberg Poon Hill, Land und Leute im Chitwan NP, Kathmandu und Bhaktapur. So eine Reise ist für einen Erstbesuch Nepals sehr zu empfehlen.
Die nächste Reise wollten wir dann allein organisieren, um unsere eigenen Interessen besser darauf abstimmen zu können. Es sollte noch einmal auf den Annapurna-Trail gehen, den wir ja schon bis Ghorepani (Poon Hill) gegangen waren. Nun sollte eine weitere Strecke auf diesem Trail bis zum Pilgerort Muktinath folgen. Unsere Tourplanung wurde von einem Trekkingbüro aus Kathmandu umgesetzt und begleitet. Im März 2017 ging es los. Bild1

Nach der Fluganreise nach Kathmandu mit Zwischenstopp in Doha sowie einer Übernachtung in Kathmandu ging es schon in Begleitung unseres nepalesischen Reiseleiters im Kleinbus nach Pokhara. Die Straße immer noch in schlechtem Zustand und stark befahren. Dadurch braucht man für nahezu 200 km, Pausen eingerechnet, einen ganzen Tag. Es war jedenfalls schon dunkel, als wir Pokhara erreichten. Für 2 Nächte haben wir im Hotel Lake-side Retreat eingecheckt. Am folgenden Tag ein erstes Einlaufen zur Friedensstupa (World Peace Pagoda). Bis dahin sind fast 500 Höhenmeter zu bewältigen. Die Stupa selbst ist ein beeindruckendes Bauwerk, das von vielen Touristen und Einheimischen besucht wird. Wenn man mit dem Wetter Glück hat, schaut man von hier oben auf den Phewa See und Pokhara, mit grandiosem Blick auf die Bergkette des Annapurna Massivs.
Leider war davon an diesem Tag nichts zu sehen, wir hatten aber bei unserem ersten Aufenthalt 2011 dieses Panorama von unserem Hotel (Fish Tail Lodge) am frühen Morgen nach Sonnenaufgang, an das wir uns nun erinnern konnten. Auf dem Rückweg haben wir uns mit einem Ruderboot über den See setzen lassen. Der touristische Teil des Ortes ist Pokhara Lake Side. Viele Restaurants, kleine Geschäfte und Hotels prägen diesen Stadtteil. Als Ausgangspunkt für viele Trekkingtouren in das Annapurnagebiet ist Pokhara der erste Anlaufpunkt, hat aber selbst mit seiner unmittelbaren Umgebung viel zu bieten. In den letzten Jahren ist es ein Anziehungspunkt für Gleitschirmflieger geworden.

Trekking Tag 1
Pokhara (827m) - Kalopani (2.530m)
Nach dem Frühstück treffen unser Fahrzeug und unsere Träger ein. Schnell wird unser Gepäck verstaut, das meiste auf dem Wagendach, und dann geht es los. Es geht recht zügig aus der Stadt hinaus Richtung Westen über Kusma nach Baglung. Ab hier geht es über mehr oder minder off-road-artige Straßen nach Beni, Tatopani bis nach Kalopani. Im Kalopani Guest House verbringen wir unsere erste Nacht auf der Tour. Die Höhe des Ortes merkt man schon an der Temperatur. Um 18 Uhr messen wir nur 13 Grad. Entsprechend frisch ist es am anderen Morgen.

Trekking Tag 2
Kalopani (2.530m) - Marpha (2.670 m)
Früh raus. Erste Blicke auf ferne eisige Gipfel des Dhaulagiri Massivs. Vor dem Loslaufen machen wir ein erstes Gruppenfoto vor dieser Szenerie. Gleich nach Kalopani eine erste Hänge-brücke über den Kali Gandaki Fluss, an dem sich unsere Trekking Route bis Kagbeni entlang zieht. Das Flusstal ist mal schmal und im Frühjahr mit grüner Vegetation bewachsen oder auch breit bis sehr breit und angefüllt mit Geröll, das der Fluss im Laufe der Zeit herangetragen hat. Ab und zu treffen wir auf kleine Ansiedlungen. Hin und wieder kommt auf der linken Seite der Dhaulagiri (8.167m) in das Blickfeld. Wo das Flussbett sehr breit ist, wird es häufig auch als Fahrstraße genutzt oder man sieht Fahrzeuge, die daraus Baumaterial gewinnen (Kies). Am Rand des Flusslaufs treffen wir auf eine Behausung. Ein wellblechbedeckter Unterstand, rechts und links eingezäunte Areale (vermutlich für Ziegen oder Schafe) und lediglich 4 kleine ärmlich bekleidete Kindergestalten, die sich irgendwie beschäftigen. Ein wirklich bemitleidenswerter Anblick. Über ein paar Süßigkeiten freuen sie sich natürlich, dann müssen wir weiter. Was uns immer wieder erstaunt, es gibt nicht wirklich eine Straße oder was wir darunter verstehen würden, und dennoch fahren hier kleine Busse oder auch LKWs die vorhandenen Pfade entlang, eingehüllt in riesige Staubwolken. Die Schulkinder kommen so auch, wenn sie nicht laufen, zur nächstgelegenen Schule. In der Ortschaft Tukuche legen wir eine Mittagspause ein. Im Frühling ist es wirklich schön, hier zu laufen. Es blüht und grünt rechts und links. In den Siedlungen gibt es hauptsächlich Apfelbäume. Die Häuser sind aus Stein und Holz gebaut. Sie sind überwiegend 1-stöckig. Auf den Wellblech- oder ebenen Betondächern wird oft Feuerholz gelagert. Hinter der Ortschaft Kobang durchlaufen wir ein Tor aus Betonpfeilern. Die Aufschrift verweist uns darauf, dass wir das Gebiet von Mustang betreten (ehemaliges nepalesisches Königreich). Obwohl die Moderne auch hier schon Einzug hält (TV, Mobilfunk, Motorfahrzeuge, Fotovoltaik etc.), sieht man z.B. Feldbearbeitung mit Holzpflug hinter Büffel oder Yak. In Tukuche machen wir eine Mittagspause. Unser heutiges Etappenziel - Marpha erreichen wir am frühen Nachmittag, so dass wir noch einen kleinen Rundgang im Ort unternehmen können. Die Bewohner sind vom Stamm der Thakali. Die Hauptstraße des Ortes ist von gepflegten Steinhäusern gesäumt und mit Steinplatten ausgelegt. Viele Häuser beherbergen kleine Geschäfte und Herbergen, aber hauptsächlicher Erwerbszweig ist der Obstanbau: Äpfel und Aprikosen. Steile Steintreppen führen uns hinauf zu einem tibetischen Klosterkomplex (Tashi Lha Khang Gompa). Von dort hatten wir einen guten Ausblick auf den Ort und das Kali Gandaki Flusstal. Am Berg im Hintergrund thront eine alte Samling Gompa, die zu den Nyiang-mapas (Rotmützen) gehört. Die Nyiang-ma-Tradition ist eine von den vier ältesten Traditionslinien des tibetanischen Buddhismus. Buddhistische Wahrzeichen begegnen uns immer wieder auf unserem Weg. Gebetsfahnen, Gebetsmühlen, kleine Tempel oder Stupas. Zurück in der Herberge ist es schon dunkel und es gibt keinen Strom. Nur gut, dass in der Küche mit Holz geheizt wird, so kommt warmes Essen auf den Tisch. Mit Kerzenlicht und Stirnlampen kommt man zurecht.

Trekking Tag 3
Marpha (2.670m) - Kagbeni (2.800m)
Um 7 Uhr gibt es Frühstück. Es sind draußen 10 Grad. Wie bisher an jedem Tag scheint die Sonne und im Laufe des Tages steigen die Temperaturen bis gegen Mittag auf 18 bis 20 Grad. Um Marpha können wir die vielen Obstbäume, die jetzt blühen, bestaunen. Links hinter uns ist wieder der Dhaulagiri zu sehen. Kleine Wasserläufe sind zu überwinden. Es sind aber Holzbrücken vorhanden. Gegen 9:30 Uhr erreichen wir Jomsom. Eine größere Ansiedlung, von Bedeutung durch seinen Inlandsflughafen, als Verwaltungssitz des Districts Mustang. Beim Blick über das Rollfeld, schaut man auf das Annapurna-Massiv. Eine kurze Kaffeepause und es geht weiter. Hinter Jomsom ist der Weg mühsam, da steinig und staubig. Meistens laufen wir im Flussbett, das hier an Breite sehr ausgedehnt ist. Oft teilen wir uns den Weg mit Fahrzeugen aller Art, die uns hin und wieder passieren. Dann wird jede Menge Staub aufgewirbelt. An einigen Stellen wird auch an der Straße gebaut. Wenn wir allein im Flusstal sind, erscheint die Landschaft wie auf einem fernen Planeten. Eine unwirtliche Faszination. An mehreren Stellen wird das Flussbett von längeren Hängebrücken überspannt. Der Fluss führt zu dieser Zeit nur wenig Wasser, könnte aber trotzdem nicht so einfach trockenen Fußes durchquert werden - für Fahrzeugen jedoch kein Problem. Gegen 13 Uhr erreichen wir Ekle Bhatti. Mittagspause.
Weiter geht es in beschriebener Weise ... Geröll, Steine, Staub. Zur Mittagszeit setzen hier immer starke Borawinde ein. Das macht den Teil des Weges sehr beschwerlich. Später taucht wieder Grün vor uns auf. Die ersten Felder, Gärten und Häuser von Kagbeni. Nach kurzem Halt in unserem Hotel für die Nacht, geht es zu einer Ortsbesichtigung. Der Ort liegt strategisch am Zusammenfluss des Jhong Flusses, der von Muktinath herunter kommt, und dem Kali Gandaki, der von Tibet kommt. Am Scheideweg zum oberen Mustang-Gebiet (nur mit Sondergenehmigung zu bereisen) hat der Ort u. a. auch eine große Bedeutung für die Pilgerströme nach Muktinath. Treffpunkt und Rast ist hier in speziell dafür bereitgestellten Unterkünften. Auch gibt es ein altes Kloster und mancher Pilger führt am Fluss spirituelle Gebete aus. Von Souvenirverkäufern werden Ammoniten in den verschiedensten Größen angeboten, die man natürlich, wenn man Zeit hätte, im Geröll des Flusstales selbst finden könnte. Für die hinduistischen Pilger sind sie göttliche Zeichen, genannt Paligramm und ein Symbol Vishnus.

Trekking Tag 4
Kagbeni (2.800m) - Muktinath (3.760)
Heute morgen liegt die Temperatur bei 9 Grad. Am südlichen Ortseingang geht der Weg steil nach oben, bis man den Fahrweg nach Muktinath erreicht. Von hier oben hat man einen tollen Blick auf Kagbeni und seine fruchtbaren Felder bis weit hinein in das trockene Gebiet des oberen Mustang. Der Weg geht jetzt leider auf dem oft frequentierten Fahrweg weiter. Zusätzlich finden zur Zeit Straßenbauarbeiten statt und so donnern häufig große LKWs an uns vorbei und wirbeln viel Staub auf. Eine bessere Wegstecke wäre auf gegen-überliegender Talseite über die Orte Putak, Jhong und Chongur zu finden.
In Jharkot machen wir unsere Mittagspause. In den Ortschaften sieht man oft am Wegesrand Frauen an Webstühlen arbeiten. Ihre Erzeugnisse (Schals, Müt-zen etc.) werden gleich daneben angeboten. Bei manchen Häusern stehen häufig Solarkocher, die seit einigen Jahren, initiiert durch Hilfsorganisationen, etabliert worden sind. Mittlerweile werden diese Kocher in Nepal selbst hergestellt und verteilt. Ab Jharkot geht es stringent aufwärts. Die Höhe macht sich bemerkbar und man muss immer mal kurz anhalten, um zu verschnaufen. Dann endlich ist es geschafft und wir stehen vor dem Haupttor (Ortseingang). Muktinath ist ein wichtiger Pilgerort für Hindus und Buddhisten gleichermaßen. Seit Erbauung der Fahrstraße ist die Anzahl der indischen Pilger stark angestiegen. Der Ort heißt eigentlich Ranipauwa und ist recht unspektakulär. Rechts und links eines unbefestigten Weges vereinzelte Gebäude (Herbergen, Hotels) viele Verkaufsstände mit religiösen Souvenirs, Pilgerbedarf und Handarbeits-Erzeugnisse. Am Ende des Ortes wieder ein Torbogen, durch den sich der Weg zum Muktinath-Tempel nach oben windet. Es sind noch einmal ca. 100 Höhenmeter bis dort zu überwinden.

Trekking Tag 5
Muktinath (3.700m - 3.850m)
Wir legen heute einen Ruhetag ein, denn es lohnt sich die Tempel- und Klosteranlagen von Muktinath in Ruhe zu besichtigen. Die Tempelanlage von Muktinath ist für Hindus als auch Buddhisten seit Jahrhunderten besonders heilig, da hier die verschiedenen Elemente Feuer (Naturgasflammen), Wasser (Quellen), Himmel und Erde an einem Ort zusammen kommen. Die Hindus verehren die heiligen Quellen des Flusses Krishna Gandaki, die aus 108 bronzenen Wasser-speiern austreten, während die Buddhisten die aus einer Erdgasquelle austretende ewige Flamme als heiliges Feuer verehren. Die Tempelanlage betritt man durch einen Torbogen, dann weiter aufwärts, im Zentrum, ein kleiner pagodenartiger Tempel, der dem Gott Vishnu gewidmet, mehrere Tauchbecken, und ein halbkreisförmiger Wandelgang mit 108 kleinen Was-serspeiern, die von den Pilgerern unterlaufen werden, um sich mit dem Wasser zu benetzen. Wir sehen auch Pilger, die Flaschen mit diesem Wasser befüllen (zum späteren rituellen Gebrauch oder zur Weitergabe). An den Tauchbecken herrscht reger Betrieb - Einsteigen, Untertauchen und das bei eiskaltem Wasser (die Temperaturen liegen hier zur Zeit bei maximal 12 Grad am Tag und nachts um Null Grad). Die Zahl 108 hat eine weit gefächerte spirituelle Bedeutung: z.B. in der indischen Astrologie gibt es 12 Tierkreiszeichen und 9 Planeten, also 9x12=108 oder das Sternsystem umfasst 27 Gruppen zu je 4 Teilen ...
Wir lassen die Atmosphäre dieses besonderen Ortes eine Weile auf uns einwir-ken und beobachten die Pilger bei ihren Zeremonien.
Dann geht es für uns noch ein wenig weiter bergan auf dem Pfad in Richtung Thorong Pass bis zu einer Hängebrücke (ca. auf 4000m). In der Ferne können wir den Passweg zwischen den Gipfeln Yakwakang (6.482m) und Thorung Peak (6.144m) deutlich ausmachen. Auf der rechten Seite ragen im Hintergrund die Gipfel des Tilicho Peak (7.134m) und Nilgiri (7.061m) empor. Nach kurzer Pause geht es aber wieder abwärts.
Etwas abseits des Muktinath Tempel-Komplexes liegt das Nonnenkloster Ghar Gompa. Zunächst ist dort keine Menschenseele zu sehen (Mittagszeit), aber wir können einen Blick in das Kloster (Gebetsraum) werfen. Dann tauchen doch noch einige der jungen Nonnen auf, und wir folgen ihnen in einen kleinen Laden, in dem sie Alltägliches sowie Handarbeiten verkaufen. Später laufen wir zurück nach Ranipauwa. Der Nachmittag lässt uns Zeit, diesen Ort näher zu erkunden, die Angebote der Verkaufsstände zu besehen oder auch ein Bier zu trinken. Immer wieder kommen uns zu dieser Tageszeit noch Pilger entgegen, die zum Tempel wollen. Wer nicht mehr gut zu Fuß ist lässt sich auf dem Rücken eines Pferdes oder Maultiers nach oben tragen.

Trekking Tag 6
Muktinath-Ranipauwa (3.700m) - Lupra (2.980m) - Jomsom (2720m)
Heute geht es zurück und auf die letzte Etappe unserer Trekking-Tour. Der Weg führt uns über das Bergdorf Lupra. Am Ortseingang von Ranipauwa ist eine Art Parkplatz. Hier endet die Straße für die Kleinbusse oder Taxis. Man muss zu Fuß weiter gehen oder kann sich einen Tiertransport mieten. Für uns geht es aber in Richtung Lupra zunächst wieder bergauf. Ein kurzes Stück in Begleitung einer Pferdeherde, die von einem berittenen Hirten in die gleiche Richtung getrieben wird. Schon nach kurzer Zeit sind sie am Horizont verschwunden. Wir mühen uns bis auf 3.900m und erreichen den Pass Dhangladanda. Es bietet sich uns ein gewaltiger Blick auf das Massiv des Dhaulagiri (8.172m) und Tukuche (6.920m). Kurze Pause und Fotostopp, dann geht es nur noch abwärts Richtung Lupra. Wir erreichen das ausgedehnte Flusstal des Panda Khola, der jetzt kaum Wasser führt. Über eine große Hängebrücke streben wir dem Dorf entgegen - Mittagspause. Lupra ist bekannt für sein altes Bön Kloster (Lupra Gompa, seit 1200 A.D.). Bön ist eine alte nepalesische Religion vor dem Aufkommen des Buddhismus, die von wenigen Mönchen auch heute noch praktiziert wird.
Obwohl das Kloster nur zu besonderen Anlässen von Mönchen benutzt wird, hatten wir an diesem Tag Glück, es wurde gerade eine Zeremonie vorbereitet. Einige Mönche saßen an niedrigen Tischen und meditierten aus ihren Schriften. Auf einem anderen Tisch waren Opfer- bzw. Spendengaben ausgebreitet und 2 ältere Dorfbewohnerinnen fertigten spezielle Backwaren und kochten Tee. Hierzu wurden wir von ihnen eingeladen und konnten die kleinen Kuchen probieren. Von Lupra geht es weiter abwärts im Flussbett, über Steine und Geröll, hinunter zum Tal des Khali Gandaki. Der weitere Weg ab dort bis Jomsom war dann durch die am Nachmittag stark wehenden Fallwinde, die wir voll von vorn abbekamen, gekennzeichnet. Dieser Wind bringt viel Staub und Sand mit. Irgendwie versuchten wir, Nase und Mund zu schützen und voranzukommen. Wir erreichten schließlich Jomsom, das Endziel unserer Trekking-Tour. Am Abend ein letztes gemeinsames Essen mit unseren Wanderführern und Trägern, die uns treue Weggefährten und wertvolle Hilfe waren. Dank ihnen konnten wir die Tour genießen, ohne uns um die täglichen Details zu sorgen.

Anmerkungen:
Von Jomsom sollte es mit dem Flugzeug nach Pokhara und später nach Kath-mandu gehen. Es war zwar ein schöner und sonniger Morgen und so sind wir in Erwartung eines interessanten Fluges (Gipfelblicke) zum Flughafen gegangen. Wir wurden jedoch enttäuscht, denn alle Flüge waren gestrichen worden. Im Regionalflugverkehr wird immer noch auf Sicht geflogen. An diesem Tag war es wegen schlechter Sicht auf entsprechender Flughöhe nicht möglich, den Airport anzufliegen. Wir mussten also wieder mit dem Auto nach Pokhara zurück. Am nächsten Tag das gleiche Missgeschick am Pokhara Airport - keine Flüge.
Also auch nach Kathmandu mit dem Auto zurück.
Diese Unbilden sind bei Reiseplanungen unbedingt zu berücksichtigen und einzuplanen, um nicht den Rückflug nach Deutschland zu verpassen.